Kletterwandbau am FMG
Seit 1997 gibt es Sportklettern am Franz Marc Gymnasium, zuerst als Diff-Sport, zur Zeit als Wahlunterricht.
Schon 1998 wurde von der ersten Klettergruppe der ehemalige Kraftraum der Dreifachhalle in Eigenleistung umgebaut, so dass etwa 35 qm Boulderfläche entstanden.
Als Ende 2000 noch Geld im Haushalt vorhanden war, wurde die lange geplante Erweiterung des Boulderraumes in Angriff genommen. Etwa 10 Schüler arbeiteten an 9 Nachmittagen an der Fertigstellung.
Die wichtigsten Arbeitsschritte wurden dokumentiert.
1. Vorbohren der Nadelsperrholzplatten![]() |
Insgesamt mussten 17 Sperrholzplatten bearbeitet werden – pro Platte 98 Löcher, insgesamt also knapp 1700 Bohrlöcher. |
2. Einschlagen der Einschlagmuttern![]() |
In die Plattenrückseite werden die Muttern zum späteren Befestigen der Griffe eingeschlagen. Eine der Arbeiten, die am meisten Spaß machten und Lärm! |
3. Bestreichen der Vorderseite mit Paintwall![]() |
Die Beschichtung verhindert ein Drehen der Griffe, erleichtert das Reibungsklettern und ist auch optisch von Vorteil. |
4. Anschrauben der fertigen Platten![]() |
Die Platten (2,5 x 1,25m) werden an die
vorher an die Wand befestigte Lattenkonstruktion, pro Platte 3 senkrecht
stehende Kanthölzer 4x6 cm, angeschraubt.
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5. Einschrauben der Klettergriffe![]() |
Die Griffe werden nach Farben sortiert so eingeschraubt, dass verschiedenfarbige Routen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad entstehen. Durch die Vielzahl der Löcher ist ein ständiges Verändern der Routen ohne großen Aufwand möglich. |
Insgesamt verfügen wir nach der Erweiterung über etwa 90 qm Boulderfläche, mit einer geneigten Wand für Anfänger, einem Pfeiler, einer verstellbaren Schrägwand , und einem überhängenden Teil, der in eine Dachkonstruktion übergeht.
Damit können nicht nur die 15 Teilnehmer des Wahlunterrichts Klettern gut trainieren, sondern auch ganze Klassen im regulären Sportunterricht beschäftigt werden.
Die Kosten der gesamten Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 9000.-DM, also circa 100.-DM pro qm Kletterfläche.
Bernhard Hobmaier