Mathematik-Olympiade 2000/2001

 

David in der Bayern- Mannschaft

15-jähriger Markt Schwabener vertritt Freistaat bei der Mathe-Olympiade

Markt Schwaben (jödo)

Nein, so viele Zahlen muss sich David Winter gar nicht merken, wenn man ihn nach den bisherigen Noten am Gymnasium im Fach Mathematik befragt. "Das waren bislang immer Einser", sagt er ganz bescheiden. Dass Mathe nun sein ganz großes Steckenpferd sei, verneint der 15-Jährige noch. Gleichwohl hat er mit seinen Rechenleistungen dazu beigetragen, dass der Ruf des Franz-Marc-Gymnasiums als Hochburg mathematisch tätiger Jungbayern verteidigt werden konnte.

David Winter, Sohn des einstigen SPD-Gemeinderat und Bürgermeisterkandidaten Bernhard, hat in diesen Tagen ein mehrtägiges Trainingslager in Pleinfeld bei Gunzenhausen mit Erfolg absolviert. Das war bereits die letzte Runde auf Landesebene. Bei zwei vierstündigen Klausuren mussten die 36 qualifizierten Teilnehmer ihre knoblerische Kreativität unter Beweis stellen, wie sein Plus-Kurs-Lehrer Anton Ackstaller in einem Bericht im schulinternen Grünen Blatt schreibt. Ackstaller unterrichtet David einmal die Woche dienstags im so genannten Plus-Kurs. Eine Veranstaltung auf freiwilliger Basis, an der Schülerinnen und Schüler teilnehmen, denen der reguläre Matheunterricht etwas zu leicht vorkommt.

Immerhin aber hat sich David bei seinen Lehrern Ackstaller und Hendlmeier das Rüstzeug geholt, um auch die Jury im Trainingslager im Gasthaus "Zum Blauen Bock" zu überzeugen. Kurzum: David hat sich unter den 36 besten Schülern seiner Altersgruppe für die Bayern-Auswahl qualifiziert, die nun bei der deutschen Meisterschaft starten wird. Die findet vom 13. bis16. Mai in Magdeburg statt. Den Freistaat werden insgesamt neun Schüler vertreten. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler aus Bayern auch schon mit Stoff konfrontiert, der im normalen Matheunterricht eigentlich nicht oder nur am Rande angesprochen wird, wie David erzählt. Oder haben Sie schon einmal von vollständigen Induktionen oder zahlentheoretischen Überlegungen gehört?

Ob Mathe nun irgendwann einmal das berufliche Ziel für David werden soll, da will sich der 15-Jährige, der ansonsten den Computer oder sein Keyboard als Hobby angibt, noch nicht festlegen.

Stolz ist ohne Frage Anton Ackstaller. Er bewertet den Erfolg Davids sehr hoch, zumal sich im Vergleicht zu den Vorjahren die Zahl der Teil nehmer fast verdoppelt hat. Schon in den Vorrunden waren Schülerinnen und Schü ler des FMG positiv aufgefallen. Was bei Ackstaller den Schluss zulässt, dass das Markt Schwabener Gymna sium bayernweit zu den führenden Schulen in puncto Mathematik gehören dürfte.

In der ersten Runde hatte sich das FMG noch über acht erste Preise freuen können, in Runde 2 über zwei erste Preise für Alexandra Schönberger und David Winter. Und noch in Runde 3 waren 13 Schwabener Mathe-Asse vertreten.

(nebenstehend Aufgaben die David in Runde 3 lösen musste. Probieren Sie es einmal; Auflösung am Samstag)

Aufgaben Klasse 9

1. Aufgabe: Gegeben sei ein Würfel W. Ermitteln Sie die Anzahl aller derjenigen Punkte P im Innern von W., die der folgenden Bedingung genügen. Bedingungen: Es gibt eine Streckenlänge a, so dass die Lote von P auf die sechs Seitenflächen von W in irgend einer Reihenfolge die Längen a, 2a, 3a, 4a, 5a und 6a haben.

2. Aufgabe: Auf dem Bogen eines Halbkreises mit dem Durchmesser AB seien drei Punkte C, D und E so gelegen, dass die Sehnen AC und CD einander gleichlang sind, der Punkt E dem Bogen von D nach B angehört und keine zwei dieser fünf Punkte miteinander zusammenfallen. Beweisen Sie, dass sich unter dieser Voraussetzung die Sehnen AE und BC im gleichen Winkel schneiden wie die Sehnen CE und BD.

 

 

Mathematik-Olympiade 2000/2001

Mittlerweile sind die ersten beiden Runden der Mathematik-Olympiade ausgetragen. Die bundesweit zentral gestellten Aufgaben sind anspruchsvoll und differenziert nach Jahrgangsstufen.

Schon letztes Jahr war die Beteiligung und die erreichten Erfolge sehr groß, so dass wir bayernweit unter den besten fünf Gymnasien zu finden waren. Dieses Jahr verdoppelte sich die Teilnehmerzahl in der ersten Runde und die Anzahl der Spitzenergebnisse stieg noch viel stärker. So gab es heuer in der 1. Runde achtmal (im Vorjahr zweimal) einen 1. Preis, nämlich für Andreas Müller (5E), Stefan Kohl (5E), Florian Wegmann (6A), Alexandra Schönberger (6B), Ricarda von Stackelberg (6B), Andreas Baumgart (7F), Stefanie Krysiak (11D) und Stefanie Schraufstetter (K13). Einen 2. Preis erreichten Aurelia Ruderer (5C), Franziska Hanuschek (6B), Peter Keil (10C) und Benjamin Regener (11C). Einen 3. Preis erzielten Markus Rietzschel (5C), Richard Jussel (5E), Gerhard und Markus Zauner (5F), Stefan Siegert (7F) und Ulrich Lichnovsky (8A). Eine Anerkennung wurde Caroline Seebauer (5A), Tirzah Sträßle (5C), Anika Schmidt (6B), David Winter (9B) und Regina Deschermeier (11A) zugesprochen.

Die 2. Runde fand in Form einer vierstündigen Klausur statt. Man bedenke, dass hier Knobelaufgaben unter Zeitdruck zu lösen waren. Für viele, v.a. für die Schüler der unteren Klassen, war dies die längste je bis dahin geschriebene Prüfung. Einen 1. Preis errangen hier Alexandra Schönberger und David Winter, ein 2. Preis ging an Stefan Kohl, Peter Keil und Rüdiger Pakmor (K13), einen 3. Preis erzielten Andreas Baumgart, Stefan Siegert, Petra Augustin und Stefanie Schraufstetter und eine Anerkennung erhielten Anika Schmidt und Stefanie Krysiak.

Ende Februar findet nun die 3. Runde (Landesrunde) in Form zweier vierstündiger Klausuren statt. Wir wünschen unseren Mathe-Cracks dafür die nötige Konzentration, Ausdauer und viele gute Einfälle. Viel Erfolg! Anton Ackstaller

 

Dritte Runde

Nun ist auch die dritte Runde der Mathematik-Olympiade abgeschlossen. Sie fand in Form zweier vierstündiger Klausuren (!) statt, in denen die Schüler ihre knoblerische Kreativität mit einem gehörigen Maß an flexibel einzusetzendem Wissen kombinieren mussten.

Für diese letzte Runde waren noch 13 Schüler qualifiziert (1. Runde: 32 Teilnehmer; für die 2. Runde 22 qualifiziert). Unsere Mathe-Cracks arbeiteten hochkonzentriert und erzielten hervorragende Ergebnisse. So gab es drei 1. Preise, und zwar für Stefan Kohl (5E), Peter Keil (10C) und Stefanie Schraufstetter (K13), die drei 2. Preise gingen an Alexandra Schönberger (6B), David Winter (9B) sowie Benjamin Regener (11C). Eine Anerkennung erhielten Petra Augustin (9B) und Stefanie Krysiak (11D). Selbst dafür waren noch mindestens 60% der Punkte erforderlich – eine große Leistung bei diesen anspruchsvollen Aufgaben.

Verglichen mit dem vorigen Jahr (in der dritten Runde kein 1. Preis, drei 2. Preise, zwei 3. Preise und vier Anerkennungen) stellen diese Ergebnisse eine enorme Steigerung in der Spitze dar, obwohl wir bereits letztes Jahr zu den fünf erfolgreichsten Gymnasien in ganz Bayern gehörten. Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern!

Aufgrund seiner herausragenden Leistungen in den ersten beiden Runden wurde David Winter neben 35 weiteren Mathe-Assen aus ganz Bayern zum Trainingslager der Mathematik-Olympiade nach Pleinfeld eingeladen. Dort hat er die Jury so beeindruckt, dass sie ihn in die Bayern-Auswahl für die Bundesrunde, sozusagen der „deutschen Meisterschaft“, die vom 13. bis zum 16. Mai in Magdeburg stattfindet, berufen hat. Nur neun der Teilnehmer wurden dafür auserwählt. Wir gratulieren ihm dazu recht herzlich und wünschen ihm viel Erfolg, geniale Einfälle und die nötige Konzentration für diese Herausforderung.               Anton Ackstaller