|
|
Diskussionsforum zum Thema Rechtsradikalismus
Das Thema geht uns alle an! Schreibt uns eure Meinung!
<16. bis 23. März>
Über die Projektwoche “Für ein friedliches Miteinander”
Seit der Wiedervereinigung wurden über 100 Menschen von Faschisten grausam ermordet. Die
Anzahl der rechtsextremen Straf- und Gewalttaten ist seit Beginn der 90er rasant angestiegen.
Auffällig ist, dass gerade dort, wo die wenigsten Ausländer leben, die meisten rechtsextremen
Gewalttaten verübt werden und rechtsextreme Parteien, wie die DVU, die höchsten Stimmenanteile bekommen.
Durch die katastrophale soziale Lage, die hohe Arbeitslosigkeit und die daraus resultierende
Perspektivlosigkeit vieler Menschen im Osten, aber auch im Westen haben es rechtsextreme Parteien leicht, die Wut dieser Menschen auf die Ausländer zu lenken. Sie dienen oft als
Sündenböcke für alle Übel dieser Gesellschaft. Immer öfter ist zu hören, dass “Ausländer” uns die Arbeitsplätze wegnehmen, unsere Kultur “durchrassen” und unseren Sozialstaat ausnützen.
Ganz anders ist die Stimmung dort, wo sehr viele Ausländer leben. Und das obwohl die Menschen dort keineswegs wohlhabender sein müssen.
Doch einfach durch die tägliche Erfahrung und das alltägliche Zusammenleben sehen viele dort, dass 'Ausländer' im Grunde genommen auch nichts anderes sind, als sie selbst: Menschen!
Vielleicht mit anderen kulturellen Prägungen, einer anderen Hautfarbe und anderen kleinen Nuancen. Aber gibt es diese Unterschiede nicht auch z.B. zwischen Stadt- und Landbevölkerung, kurz unter 'Inländern'?
Es ist genau dieses Klima eines friedlichen Zusammenlebens, welches es rechten Parteien so schwer macht, in diesen Gemeinschaften Fuß zu fassen.
Folglich reicht es nicht, die NPD als zentrales Organ der deutschen Nazi-Szene nur zu verbieten. Wir müssen tiefer ansetzen, wenn wir Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wirklich beseitigen wollen.
Auf der einen Seite muss den Nazis die soziale Basis genommen werden, auf der ihre widerliche Propaganda fußt.
Auf der anderen Seite müssen wir unser gemeinsames und friedliches Zusammenleben stärken.
Genau dies haben wir vor mit unserer Projektwoche „Für ein friedliches Miteinander“ zu verwirklichen. Dazu seit ihr alle herzlichst eingeladen!
(Gottlieb Bossert, K12, Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben)