Der Computer im Deutschen Haushalt.
Eigentlich ist der Computer eine Maschine für Firmen. Er wurde entwickelt um Arbeiten, bei denen immer dasselbe passiert, zu automatisieren, um sie schneller zu machen. Was also hat so ein "Ding" heute bei uns zuhause verloren? Es ist ein Wunder, wie schnell sich der Computer in unseres alltägliches Leben integriert hat.
Was ist ein Multimedia Computer?
Unter dem Multimedia Computer versteht man ein Gerät der "grenzenlosen" Möglichkeiten. Eine Maschine mit welcher man z.B im Internet surfen, dort etwas "holen" oder besser gesagt herunterladen es vielleicht anschließend drucken und dabei bei der Bank nach dem Rechtem sehen könnte. Dieses "Multimedia-Gerät" bezieht sich übrigens mehr auf das Internet. Es ist mittlerweile bei den Deutschen sehr beliebt ist. Ca 15 Mio. sollen zur Zeit den Internetzugang haben. Und es werden auch immer mehr Internet-Adressen angeboten (915 000 nur in Deutschland!) s. Schaubild.
Die Zahl der deutschen Internet-Adressen seit 1994 bis September 1999.

Zu einem klassischen Multimedia PC gehört heute neben einem CD- ROM Laufwerk ein Modem, ein Drucker, ein Scanner, ein Mikrophon, eine 3D-Karte und was jeder für selbstverständlich hält, eine Soundkarte. Ein großer Monitor kann, muß aber nicht dazu gehören.
Now and Then.
Heute kaufen sich Jugendliche einen PC für über tausend Mark (sehr, sehr lange darauf sparend) ganz genau wissend was sie da tun. Das war natürlich nicht immer so. Die Integration der Jugend kam erst in den letzten 3 Jahren, denn da wurden die Systeme billiger. Früher kauften sich so etwas nur die, die viel Geld parat hatten. Ein zu seiner Zeit schneller Personal Computer kostete 1992 zum Beispiel über 5000 DM (heute 1800DM) und das ohne Drucker, Modem, Scanner aber mit Monitor. Immer hin. Das war sehr kostspielig. Doch der Traum von einen Computer der alles konnte, wuchs unaufhörlich weiter. Die Preise fielen, wenn auch langsam. Der Konsum stieg. Immer mehr Firmen, darunter auch deutsche, fanden den Weg in den neuen Computer Markt oder "business" wie die Amerikaner ,"denen wir die Bescherung verdanken", sagen würden. Durch den Wettbewerb fand man neue Wege die Preise zu senken, wie durch den Bau von Microchips in China. Dem Wettbewerb verdanken wir auch, dass die PCs so ca. alle vier Jahre komplett veralten. Aber dadurch rücken wir dem "Traum" immer näher. Einen wichtigen, Beitrag zum erhöhten Einkauf von PCs leisteten die spezialisierten Zeitschriften, die immer weiter unaufhörlich wie Pilze aus dem Boden schießen. Denn durch diese wurden die Leute, auch die, die bis dahin keinen PC besaßen in Sachen Technik informiert, ob sie es wollten oder nicht. Ich bin sicher dass jeder zweite weiß, was ein Intel-Pentium Prozessor ist und jeder den Namen IBM schon einmal gehört hat. Wie dem auch sei, es gibt wie oben gesagt heute sehr viele Zeitschriften die über PCs, deren Software und natürlich über Computerspiele berichten, die zwar auch Software sind, aber trotztdem eine eigene Gruppe bilden. Sie heißen beispielsweise: PC Games, PC Aktion, CHIP, Tomorrow, PC Magazin u.s.w.
Leonid Shevchenko. Dezember 1999. All rights reserved.