Im Rahmen des Projektes 1. Hilfe vom 19.07. - 21.07.00 

wurden 5 Gruppen in der Klasse 6 D gebildet. Jede Gruppe mit einem eigenen "Fall".  Der Film zu jeder Szene wurde am Sonntag in der Schule gedreht. Das Einstudieren, das Schminken, das Drehen... war - vor allem mit einem Profi - sehr spannend.

Gruppe1:

Julia unterhält sich, sie wird geschubst - ein Glas geht zu Bruch. Sie will die Scherben auflesen und fällt - durch eine weitere Person geschubst - in die Scherben. Videofilm (688 KB)

 

Fremdkörper-Verletzung. Was ist zu tun?

Verletzen Arm hochhalten - falls nötig am Oberarm abdrücken. 

Wunde und Fremdkörper keimfrei abdecken und umpolstern - auf keinen Fall den Fremdkörper herausziehen. 

Notruf an zu wählen, in dem er genau sagen sollte:

Wo ist es passiert? - Was ist passiert? - Wie viele Verletzte? - Welche Verletzungen? - Wer ruft an? - Ist Erste Hilfe geleistet?

Die Notrufnummer lautet: 19222 keine Vorwahl!

Schockbekämpfung Atmung und Puls überwachen

Gruppe 2:

Michael soll im Unterricht bei einem Versuch helfen. Dabei kommt eine Mitschülerin - durch Ungeschicklichkeit - mit einem Gefäß mit kochendem Wasser an seinen Unterarm.

Videofilm (1.127 KB)

 

Brandwunden-Verletzung. Was ist zu tun?

Verletze Stelle sofort Kaltwasseranwendung  - 

Keimfreie Abdeckung der Wunde - möglichst mit einem Brandwundentuch 

Notruf

Bei allen Verbrennungen entsteht ein Flüssigkeits- und Salzverlust, der einen Schock auslösen kann.

Schockbekämpfung: Atmung und Puls überwachen

 

Gruppe 3:

Christina schnitzt im Schulhof - sie wird abgelenkt und schneidet sich dabei die Pulsadern auf.

Videofilm (1.414 KB)

DRUCKVERBAND

Obwohl es verboten ist, schnitzt ein Mädchen auf dem Schulhof. Sie wurde abgelenkt, und schnitt sich mit dem Messer in die Pulsader. Die Verletzte soll sich hinlegen. Heben sie den betroffenen Arm nach oben und drücken sie das Blut zwischen den zwei spürbaren Muskeln auf dem Knochen ab. Ein zweiter Helfer legt einen Druckverband an. Zuerst kommt eine sterile Mull-Kompresse auf die Wunde. Binden sie ungefähr zwei mal mit einer Mull-Binde um den Arm. Darauf liegt ein Verbandpäckchen, welches als Druckpolster dient. Nun werden Mull-Kompresse und Druckpolster mit der Binde fest auf die Wunde gebunden. Der Notruf muss nun erfolgen. Rettungsleitstelle Ebersberg: Wo? - Was? - Wie viele? - Welche? - Warten?

Wenn der Verband fertig ist, können sie die Abdrückung loslassen, halten sie aber weiterhin den Arm nach oben. Decken sie den Verletzten zu.

Gruppe 4:

Nicki will etwas aufheben, Markus rennt und springt ihr aus Versehen auf den Unterschenkel. Ein offener Beinbruch.

Videofilm (1.105 KB)

Offener Knochenbruch - Was ist zu tun?

Ihr Bein muss mit einer Decke oder hier mit einem Pullover stabil gelagert  werden. Um den herausstehenden Knochen wird vorsichtig ein Ring, der aus einem Dreiecktuch gedreht wird, gelegt. Darüber wickelt man eine sterile Kompresse. Der Ring ist dazu da, dass die Kompresse den Knochen nicht hineindrückt.

Inzwischen wird ein Umstehender beauftragt, den Notruf an zu wählen, in dem er genau sagen sollte:

Wo ist es passiert? - Was ist passiert? - Wie viele Verletzte? - Welche Verletzungen? - Wer ruft an? - Ist Erste Hilfe geleistet?

Die Notrufnummer lautet: 19222 keine Vorwahl!

Jetzt wird sie plötzlich bewusstlos!

Sie muss sofort in die stabile Seitenlage gelegt werden! Ein Arm kommt unter das Gesäß und das Bein wird angewinkelt. Am Hosenbund und an der Schulter wird sie auf die Seite gezogen. Der andere Arm wird als Polster unter den Kopf gelegt. Der Kopf muss weit überstreckt werden damit, ihre Atemwege frei sind und sie nicht an ihrer Zunge erstickt!

Zum Schluss wird Nicola mit einer Decke zugedeckt, damit sie nicht auskühlt.

Gruppe 5:

Markus hat dabei einen schweren Schock erlitten.

Videofilm (500 KB)

Schock Was ist zu tun?

Der Film zeigt, wie das Toben zweier Kinder zu einem Unfall führt. Ein Junge springt auf ein Mädchen und verletzt es dabei aus Versehen schwer am Bein. Dadurch erleidet er selbst einen Nervenschock. 

Zuerst wird der Patient nach Symptomen untersucht. In diesem Fall ist der Junge angstvoll, er kann kaum sprechen. Der Junge zittert am ganzen Körper. Man sieht nach, ob er ansprechbar ist. Dies ist der Fall, da er auf Fragen nickt. Er ist aber nicht orientiert, weil er nicht klar antworten kann was passiert und was mit ihm los ist. Man fühlt den Puls, der im Schock schnell aber schwach ist. Seine Hände sind eiskalt. es liegt also ein Notfall vor. Daher startet man zuerst ein Notruf mit der Telefonnummer 19222 . Es besteht in diesem Fall ein nervlich bedingter, also neurogener Schock.

Zur Behandlung legt man den Jungen auf den Rücken und lagert seine Beine auf einen hohen Gegenstand. Dadurch fließt einiges Blut aus seinen Beinen in die obere Körperhälfte. Herz und Gehirn werden so besser mit Blut versorgt. Jetzt deckt man ihn mit einer Decke zu, damit er nicht zu viel Wärme verliert. Der Helfer hält seine Hand und redet ihm beruhigend zu. Dadurch verhindert er, dass der Junge aufsteht und sich noch weiteren Schaden zufügt. Die weitere Versorgung erfolgt durch den Notarzt.

Schminken:

Filmszene

Immer wieder ...und noch einmal die gleiche Szene....  und dann nur einen Teil davon... und dann von vorne, von hinten,...

viel Geduld wird hier von allen gefordert...

Am schwierigsten waren wohl auch die mimischen und schauspielerischen Ausdrucksmöglichkeiten, die verlangt wurden. Aber mit viel Übung und Geschick meisterten es die Schüler bestens!