Unterrichtsprojekt Kl.12

Projektbeschreibung

Thema

Waffenbesitz in Amerika

Fach

Englisch

Ziel

 

Klasse

Leistungskurs

Vorbereitung/Material

 

Vorbereitungszeit

 

Durchführungszeit

 

Arbeitsweise (Gruppen,...)

Die einzelnen Schülerteams müssen sich in Konkurrenz zueinander konkrete Informationen aus dem Internet besorgen. Dazu werden ihnen ca. drei Fragen vorgelegt, die jede Gruppe beantworten muß.

Ergebnispräsentation

Sie müssen die gefundenen Informationen auswerten und beurteilen, sich die Struktur ihres Referates sowie den Einsatz von Anschauungsmaterial (Graphiken, Tabellen, später auch Video- oder Audiosequenzen) überlegen und ein Arbeitsblatt für den gesamten Kurs entwerfen. Hierfür verwenden sie z.B. auch Textverarbeitungs- oder Tabellenkalkulationsprogramme.

Aufgaben

s.unten 

Beurteilungskriterien

 

Kommentar

 

Grundsätzliche Struktur:

Nach einer vorangegangenen Textarbeit zum Thema "Waffenbesitz in Amerika(?)" sollen die Schüler nun in Teams in zwei aufeinanderfolgenden Phasen vertiefende eigenständige Arbeit zu diesem Themenbereich leisten:

* Phase 1: "Elektronische Schnitzeljagd" als Motivations(?)- und Probierphase

* Phase 2: Eigenständige Internet-Recherche zur Vor- und Ausarbeitung von Referaten

Zu Phase 1:

Die einzelnen Schülerteams müssen sich in Konkurrenz zueinander konkrete Informationen aus dem Internet besorgen. Dazu werden ihnen ca. drei Fragen vorgelegt, die jede Gruppe beantworten muß. Die Fragen sind so gestellt, dass es eine eindeutige, relativ leicht zu findende Antwort gibt (z.B. Wieviele Opfer gab es beim Massaker in der Schule von Littleton (?)).

Die Schüler benützen bei ihrer Suche entweder bereits in der Vorbereitungsphase gefundene Internetseiten oder Suchmaschinen; sie entscheiden selber, welchen Weg sie gehen wollen. Stellt der Lehrer fest, dass eine Gruppe nur mit großen Schwierigkeiten vorankommt, greift er gezielt mit Hilfestellungen ein.

Zu Phase 2:

Das Team, das die geforderten Informationen zuerst gefunden hat, sucht sich aus den weiterführenden Aufgaben, deren Ziel die ansprechende Präsentation eines Referats ist, sein Wunschthema heraus usw. das letzte Team bearbeitet die "übriggebliebene" Fragestellung.

Die Schüler recherchieren frei im Internet; sie verwenden dazu Suchmaschinen genauso wie die in Phase 1 kennengelernten Webseiten. Sie müssen die gefundenen Informationen auswerten und beurteilen, sich die Struktur ihres Referates sowie den Einsatz von Anschauungsmaterial (Graphiken, Tabellen, später auch Video- oder Audiosequenzen) überlegen und ein Arbeitsblatt für den gesamten Kurs entwerfen. Hierfür verwenden sie z.B. auch Textverarbeitungs- oder Tabellenkalkulationsprogramme.

Der Lehrer beobachtet die einzelnen Teams genau und steht für Hilfestellungen zur Verfügung, gibt aber keine kleinschrittigen Anweisungen.

  

Allgemeine Überlegungen:

Die geschilderte Vorgehensweise trainiert neben dem Umgang mit den neuen Medien auch Team- und Kommunikationsfähigkeit, denn die Schüler tippen nicht einfach nur auf ihren Laptops herum, sondern müssen über ihr Vorgehen, die Bewertung der gefundene Informationen und die Umsetzung in ein präsentables, für andere gut verständliches Referat beraten.

Viele Möglichkeiten des Laptops werden genutzt: Internetzugang für die Recherche, sonstige Programme für die Erstellung der Präsentation.

Der Lehrer kann individuell beratend eingreifen; er wendet sich gezielt denjenigen Schülern zu, die Probleme haben und lässt den anderen die Möglichkeit des selbständigen Weiterarbeitens.

Langfristig gesehen lässt sich bei einer größeren Vertrautheit der Schüler mit dieser Arbeitsweise der Einsatz des Laptops noch deutlich ausdehnen:

* Verwendung neuer Programme, um die Präsentation der Ergebnisse - die genauso wichtig ist wie deren Auffindung - noch effektiver und ansprechender gestalten (z.B. durch attraktive, ungewöhnliche, kreative Gestaltung der Arbeitblätter oder unter Verwendung von Audio- oder Videoeinspielungen zur Verdeutlichung der Aussagen)

* Verteilung der vorbereitenden Texte und der Arbeitsaufträge an die Schüler in elektronischer Form (z.B. auf Diskette), da hier ebenfalls modernste Veranschaulichungen (s.o.) gemacht werden können; bei Verwendung einer Videosequenz z.B. haben dann die Schüler in ihrer Arbeitsphase die Möglichkeit, wiederholt darauf zurückzugreifen und sie für ihre Arbeit auszuwerten, was bei dem Einsatz eines Videos per Videorecorder für den ganzen Kurs nicht möglich ist.

  

ERGÄNZUNG

(nach Testlauf mit Thema "Indian Reserves in Canada today")

1. Einführungsphase für Schüler, die noch nicht über ausgedehnte Internet-Erfahrung verfügen:

a) Auswahl und Einsatz von Suchmaschinen und Hilfsprogrammen (z.B. "babelfish.com"). Standardsuche oder Profisuche? Einengen der Sprachauswahl (Altavista), Zugriff auf Zeitungen (paperball), Problematik von Yahoo und metacrawler...

b) Auswahl sinnvoller web-sites (seriöse Quellen - z.B. Regierungsstellen, anerkennte Institute, Universitäten u.ä.) aus den von den Suchmaschinen vorgeschlagenen Listen

c) Erkundung von web-sites (anstelle dauernden Rückspringens in die Suchmaschine): z.B. wenn der Autor eines bestimmten Werks gesucht wird, ist "amazon.com" oder "opac" zwar eine Möglichkeit, eine schnelle Antwort auf diese spezifische Frage zu finden, reicht aber nicht aus, um den Website ausfindig zu machen, in dem beispielsweise das Buch rezensiert wird, oder andere für die Untersuchung wesentliche Informationen "versteckt" sind.

d) Anlegen eines Adress-Verzeichnis für wichtige Web-Adressen (STRG C = Zwischenspeichern; STRG V = Einfügen), Anlegen von Textverzeichnissen (mit Unterverzeichnissen) die die Übersichtlichkeit und das off-line Bearbeiten des Materials erleichtern.

2. Referats-Recherche:

a) vorbereitende Aufschlüsselung und Vorgliederung, um die relevanten Fragen, Aspekte, Stichwörter festzulegen,...

b) ...mit denen man die inzwischen bekannten Websites erkundet, durch Hyperlinks verwandte Websites aufruft, bzw neue Websites (dank differenzierterer Anfrage an die Suchmaschinen) erschließt.

c) das Endergebnis sollte eine gute Vertrautheit mit den für das Thema primär relevanten sites sein; bzw eine heruntergeladene Sammlung brauchbarer Materialien (Texte, Photos, Bilder, Diagramme, Karten, evtll auch Ton- und Video-Elemente zur Veranschaulichung des Referats)

3. Weiterführende Arbeit:

Diese Ausarbeitung eines Referats kann als Ausgangsbasis dienen für eine eventuelle Facharbeit. Hierbei müsste man auf die Problematik der Quellenseriosität noch intensiver eingehen, man müsste auch traditionelles Quellenmaterial (gedruckte Publikationen --> OPAC-Recherche / Bibliotheks-Bestellung u.ä.) in höherem Maße berücksichtigen (Faustregel: mind. 50% des Materials), man muß genaue Zitierregeln, exakte Quellenangaben (Fußnote, Bibliographie) für alte und neue Medien festlegen, um wissenschaftliche Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

Prinzip: nicht nur die Internet-Adresse und das Datum des "Besuchs", sondern eine möglichst genaue Angabe, wer sich hinter dem Website verbirgt (Behörde, Institution, Firma, Verein, ... oder etwa reiner Privatmann und Hobby-Forscher!), sowie das Datum, an dem der site erstellt oder zuletzt überarbeitet wurde. Auch der geographische Standort dieser Quelle (Stadt/Staat) sollte ermittelt werden, um eine evtle postalische Verifizierung bestimmter Daten oder Aussagen zu ermöglichen.

M. Oxenius, Januar 2000