Für die meisten Schüler der bayerischen Latein-Leistungskurse stellt die Teilnahme am Landeswettbewerb Alte Sprachen lediglich eine interessante Übung dar, ist dieser in drei Runden ausgetragene Wettbewerb doch so anspruchsvoll und schwierig, dass nur ganz wenige den Sprung in die zweite Runde schaffen.
Ganz anders unser Schüler Robert Prilmeier aus der K 13!
Er hat nicht nur die erste Runde bestanden, sondern ist mittlerweile schon in die dritte Runde gelangt, in der aus dem Kreis der elf (!) aus den beiden ersten Runden „Übriggebliebenen" Ende März im Kultus-ministerium die drei besten Lateinschüler Bayerns ermittelt werden. Diese erhalten dann jeweils ein Stipendium.
Robert hatte auf seinem Weg schwierige Hürden zu überwinden:
In der 1. Runde, einer Klausur, ging es zunächst darum, einen anspruchsvollen Text von Curtius Rufus über Alexander den Großen ins Deutsche zu übersetzen. Im Aufgabenteil musste man z. B. in einem Rössel-sprung ein kleines Catullgedicht aus lauter einzelnen Silben wieder zusammensetzen. Ferner musste man erkennen, dass es sich bei einem im Jahre 1508 folgendermaßen beschriebenen Reisenden:
„Dieser Christoffel Dauber ... was ein manne lang und gerade, was großer vernunft, hatte ein lang gesicht"
um Christoph Columbus handelte, wobei es darauf ankam, in dem Namen „Dauber" die verdeutschte männliche Form zu lat. „columba" = die Taube zu erkennen.
In der 2. Runde musste Robert während der letzten Sommerferien eine Hausarbeit im Umfang einer Facharbeit fertigen. Er behandelte das Thema des „gerechten Kriegs":
„Gibt es ein ‚Bellum iustum’? Diskutieren Sie diese Frage anhand von Kernstellen bei Cicero und zwei Zeitungskommentaren zum Kosovo-Krieg!"
Wir gratulieren Robert bereits jetzt für das, was er in bravouröser Manier erreicht hat, und wünschen ihm viel Erfolg in der letzten Runde.
G. Dittmann