Martin Donauer
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Unser Trinkwasser wird zur Hälfte aus Grundwasser, zu 49 Prozent aus Quellwasser und zu ca. einem Prozent aus Oberflächenwasser gewonnen. Grundwasser ist damit unser wichtigster Trinkwasservorrat. Leider ist einwandfreies Trinkwasser in Österreich keine Selbstverständlichkeit mehr: Über 50 Prozent der heimischen Grundwasserreserven sind bereits mit Nitrat und Pestiziden oberhalb der Schwellenwerte belastet.
Der WWF will erreichen, dass allen Österreichern sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht und Information über die Trinkwasserqualität eine Selbstverständlichkeit wird. Im Jahr 1998 setzt sich der WWF daher neben der Unterstützung von Wasserkonsumenten verstärkt für eine beschleunigte Ökologisierung der Landwirtschaft im Rahmen der europäischen und österreichischen Landwirtschaftspolitik ein.
Für menschlichen Genuss und Gebrauch geeignetes Wasser, das bestimmte in Gesetzen und anderen Rechtsnormen festgelegte Güteeigenschaften (DIN 2000 "Leitsätze für die zentrale Trinkwasserversorgung" und DIN 2001 "Leitsätze für die Einzel-Trinkwasserversorgung") erfüllen muss. Es ist das wichtigste Lebensmittel und kann nicht ersetzt werden. Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädigenden Eigenschaften besitzen. Es muss keimarm, appetitlich, farb- und geruchlos, kühl und geschmacklich einwandfrei sein. Darüber hinaus darf es nur einen geringen Gehalt an gelösten Stoffen aufweisen, keine übermäßigen Korrosionsschäden am Leitungsnetz hervorrufen und es sollte in genügender Menge mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen. 98 % der Bürger Deutschlands erhalten Trinkwasser über die öffentliche Wasserversorgung.
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Wasserverbrauch einer Person pro Tag: | |||||||||
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Grundwasser hat ein langes Gedächtnis. Verschmutzungen, die sich einmal im Wasser befinden, lassen sich - wenn überhaupt - nur mit aufwendigen und teueren Verfahren wieder entfernen. "Vorsorgen ist besser als Heilen" - dieses Prinzip aus der Medizin gilt in besonderer Weise auch für den Gewässerschutz.
Neben dem Beitrag jedes Einzelnen zur Gewässerreinhaltung werden von Seiten der Wasserwirtschaft weitere Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Diese sind notwendig, um die Einzugsgebiete der Brunnen und Quellregionen sauber zu halten.
Schutzgebiete sichern unser Trinkwasser
In Bayern wird das wertvolle Grundwasser durch fast 4000 ausgewiesene Wasserschutzgebiete vor Verunreinigungen bewahrt. Nur dort, wo dieser Schutz gewährleistet ist - und natürlich ausreichend Grundwasser vorhanden ist - kann Trinkwasser für den Menschen gewonnen werden. An ein Wasserschutzgebiet werden über den allgemeinen flächendeckenden Schutz hinaus weitere Anforderungen gestellt. Um die Wasserfassung herum werden deshalb drei Zonen ausgewiesen, die um so entschiedener durch Auflagen und Überwachung vor Verunreinigungen geschützt sind, je näher sie der Fassung liegen.
Die Schutzzonen heißen: